Hochspannung beim Tischtennismarathon

Print Friendly, PDF & Email

TTV Bleicherode 8:8 Tabarzer SV 1887

280 Minuten Tischtennis, das gab es am vergangenen Samstag in der Bleicheröder Löwentorhalle zu bestaunen. Dabei war die Begegnung an Spannung kaum zu übertreffen. Gespickt mit sehenswerten Einzelduellen bot dieses Meisterschaftsspiel alles, was das Tischtennisherz begehrt. Das spiegelte sich auch im Engagement des Publikums wieder, welches den TTV-Sechser bis zum letzten Punkt lautstark unterstützte. Dass es mit dem 8:8 Unentschieden am Ende nicht für den erhofften Heimsieg reichte, war dennoch ein kleiner Rückschlag für das Bleicheröder Team, bei dem eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen war.

Zur Aufstellung…

Wieder einmal mussten die Bleicheröder kurzfristig einen Stammspieler ersetzen. Punktegarant Michael Rutz war verhindert, sodass Steffen Weber für ihn in die Bresche sprang. Bei der gegnerischen Mannschaft wurde Wolfgang Bitter durch Lucas Starkloff ersetzt.

Position TTV Bleicherode I Tabarzer SV I
1

2

3

4

5

6

Doppel 1

Doppel 2

Doppel 3

Liebergesell, Tobias

Gluza, Marco

Hagemeier, Hanjo

Czosnyka, Lennart (SBE)

Liebergesell, Tim

Weber, Steffen

D1 Liebergesell, Tobias/Hagemeier, Hanjo

D2 Gluza, Marco/Czosnyka, Lennart

D3 Liebergesell, Tim/Weber, Steffen

Schade, Dennis

Zablowski, Jan

Einicke, Dominique

Nußbicker, Eric

Scharlock, Gabor

Starkloff, Lucas (SBE)

D1 Zablowski, Jan/Nußbicker, Eric

D2 Schade, Dennis/Starkloff, Lucas

D3 Einicke, Dominique/Scharlock, Gabor

 

Die Doppelrunde…

Der Plan für die Doppelaufstellung funktionierte wie erhofft. Tobias Liebergesell und Hanjo Hagemeier setzten sich gegen Dennis Schade und Lucas Starkloff souverän mit 3:0 Sätzen durch. Auch Tim Liebergesell und Steffen Weber konnten, wenn auch knapp, gegen Dominique Einicke und Gabor Scharlock punkten. Die erste Niederlage setzte es bei Marco Gluza und Lennart Czosnyka gegen Jan Zablowski und Eric Nußbicker (1:3). Aufgrund des Endresultats der Doppelrunde war diese Niederlage jedoch zu verschmerzen.

Die erste Einzelrunde…

In der ersten Einzelrunde zeigten sich wieder einmal die Trainingsdefizite des oberen Paarkreuzes. Sowohl Marco Gluza als auch Tobias Liebergesell konnten gegen Dennis Schade bzw. Jan Zablowski nicht punkten (2:3 und 1:3). Es folgte eine Punkteteilung. Hanjo Hagemeier siegte ungefährdet mit 3:1 Sätzen gegen Eric Nußbicker. Am Nachbartisch musste sich der Bleicheröder Youngster, Lennart Czosnyka, dem enorm sicheren Topspinspiel von Dominique Einicke geschlagen geben (2:3). Auch im unteren Paarkreuz wurden die Punkte aufgeteilt. Tim Liebergesell zeigte gegen Lucas Starkloff, dass er zu einem der stärksten Akteure der Liga auf dieser Position zählt. Mit 3:0 Sätzen ließ er seinem Gegenüber keine Chance. Steffen Weber scheiterte gegen Gabor Scharlock zweimal knapp am Satzgewinn (10:12 und 12:14), ehe er im dritten und letzten Satz völlig den Faden verlor (6:11). Somit gingen die Kalistädter mit einem 4:5 Rückstand in die zweite Einzelrunde, welche die erhoffte Wende bringen sollte.

Starker Auftritt von Hanjo Hagemeier. Hier im Duell mit Eric Nußbicker. Foto: Jan Zablowksi

Die zweite Einzelrunde…

In der zweiten Einzelrunde konnte auch das obere Paarkreuz einen kleinen Arbeitsnachweis erbringen. Auch wenn dieser mit nur einem Punkt von Marco Gluza gegen Jan Zablowski spärlich ausfiel, war er enorm wichtig für den Spielverlauf. Tobias Liebergesell erkämpfte sich gegen den starken Dennis Schade eine 2:1 Satzführung, konnte diese aber nicht übers Ziel bringen (2:3). Im fünften Satz wurde er förmlich von der Platte gefegt (2:11). Hanjo Hagemeier konnte anschließend gegen Dominique Einicke seinen zweiten Einzelsieg einfahren (3:2). Parallel dazu lief es genau umgekehrt. Lennart Czosnyka verlor mit 2:3 Sätzen gegen Eric Nußbicker. Nun musste es das untere Paarkreuz der Kalistädter richten. Tim Liebergesell zitterte sich gegen Gabor Scharlock zum Sieg (3:1). Auch Steffen Weber war gegen Lucas Starkloff die Nervosität anzumerken. Seine Routine und  die Erfahrung brachten ihn letztlich auf die Siegerstraße (3:0). Damit bescherte der Bleicheröder Ersatzmann seinem Team schließlich doch noch die Möglichkeit mit einem Sieg im Entscheidungsdoppel die Begegnung zu gewinnen.

Erwischte nicht seinen besten Tag, Lennart Czosnyka. Foto: Jan Zablowksi

Dass die Südharzer Entscheidungsdoppel spielen können, haben sie in der Vergangenheit mehrmals unter Beweis gestellt. Deshalb war man am Löwentor äußerst zuversichtlich. Als das Bleicheröder Spitzenduo auch noch mit 2:1 Sätzen in Führung ging, schien der Weg zum Sieg nicht mehr weit. Allerdings gerieten die Südharzer immer mehr ins Straucheln. Vor allem der Ex-Bleicheröder Jan Zablowksi übte enormen Druck auf das Bleicheröder Doppel aus. Dadurch zeigte insbesondere Tobias Liebergesell ungewohnte Unsicherheiten im offenen Spiel, die den Bleicherödern letztlich den Sieg kosteten (2:3).

Fazit…

Zweites Remis im zweiten Saisonspiel, das ist angesichts der anstehenden Aufgaben zu wenig für die Kalistädter. Wieder einmal wurden ganze 7 von 16 Partien im Entscheidungssatz ausgefochten. Nur zwei davon endeten positiv für den TTV-Sechser. Diese Quote gilt es zukünftig zu verbessern!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.